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Bitter! Neymar verletzt sich vor der WM

May 25, 2026  Twila Rosenbaum  6 views
Bitter! Neymar verletzt sich vor der WM

Die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft hat einen schweren Schlag kurz vor der WM 2026 hinnehmen müssen: Superstar Neymar Jr. zog sich im Training eine Wadenverletzung zu. Der 34-jährige Angreifer war erst vor wenigen Tagen von Trainer Carlo Ancelotti in den endgültigen WM-Kader berufen worden – eine Entscheidung, die bereits im Vorfeld für Diskussionen gesorgt hatte. Nun wird die Kritik noch lauter.

Neymar, der aktuell für den FC Santos spielt, hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Nach einer langen Pause kehrte er erst im Frühjahr 2026 auf den Platz zurück. Ancelotti setzte dennoch voll auf die Klasse des Ausnahmekönners. „Er ist unser wichtigster Spieler, wenn er fit ist“, betonte der Italiener bei der Bekanntgabe des Kaders. Doch genau diese Fitness ist nun erneut infrage gestellt.

Die Verletzung im Detail

Laut Informationen aus dem brasilianischen Trainingslager zog sich Neymar die Verletzung bei einer Sprintübung zu. Er spürte einen stechenden Schmerz in der rechten Wade und musste die Einheit sofort abbrechen. Die medizinische Abteilung der Seleção führte noch am selben Tag eine Ultraschalluntersuchung durch. Die Diagnose: Eine leichte Zerrung der Wadenmuskulatur. Ein Muskelfaserriss oder ein schwererer Schaden konnte ausgeschlossen werden. Dennoch wird Neymar für mindestens eine Woche pausieren müssen – ein heikler Zeitpunkt, denn die WM beginnt in knapp drei Wochen.

Brasiliens Teamarzt Rodrigo Lasmar zeigte sich vorsichtig optimistisch: „Wir werden Neymar täglich behandeln. Er hat gute Chancen, rechtzeitig fit zu werden. Aber wir wollen kein Risiko eingehen. Die WM ist ein langes Turnier.“ Tatsächlich ist Neymar bekannt dafür, dass er auch unter Schmerzen spielt. Bei der WM 2014 in Brasilien erlitt er im Viertelfinale gegen Kolumbien einen Wirbelbruch – ein Schock für die ganze Nation. 2018 in Russland war er trotz einer Fußoperation rechtzeitig fit, und 2022 in Katar plagte ihn eine Knöchelverletzung. Die ständigen Rückschläge haben jedoch Spuren hinterlassen.

Kritik an der Nominierung wächst

Bereits vor der neuerlichen Verletzung war die Aufnahme Neymars in den Kader umstritten. Experten und Fans fragten sich, ob ein Spieler, der in den letzten zwei Jahren nur 18 Pflichtspiele absolviert hatte, wirklich den Vorzug vor jungen, fitten Alternativen erhalten sollte. Spieler wie Vinícius Júnior, Rodrygo oder Raphinha haben in den vergangenen Monaten konstant auf hohem Niveau gespielt. „Neymar ist eine Legende, aber die Seleção kann sich nicht auf einen Spieler verlassen, der ständig verletzt ist“, schrieb die brasilianische Sportzeitung „Lance!“ in einem Kommentar. Nun sehen sich die Kritiker bestätigt.

Trainer Ancelotti verteidigte seine Entscheidung: „Neymar hat in den Trainingseinheiten gezeigt, dass er immer noch außergewöhnlich ist. Seine Erfahrung und sein Können sind in wichtigen Spielen unbezahlbar. Wir wissen, dass wir ihn schonen müssen, aber er kann den Unterschied ausmachen.“ Tatsächlich hat Neymar in 130 Länderspielen 80 Tore erzielt und ist damit hinter Pelé der zweitbeste Torschütze Brasiliens. Seine Dribblings, seine Kreativität und seine Fähigkeit, Spiele im Alleingang zu entscheiden, sind unbestritten. Dennoch: Die Verletzungsanfälligkeit des 34-Jährigen ist zu einem großen Problem geworden.

Neymars Karriere im Überblick

Neymar da Silva Santos Júnior wurde am 5. Februar 1992 in Mogi das Cruzes, São Paulo, geboren. Schon als Jugendlicher galt er als das größte Talent Brasiliens seit Pelé. Mit 17 Jahren debütierte er für den FC Santos und gewann 2011 die Copa Libertadores. 2013 wechselte er für eine damalige Rekordsumme von 57 Millionen Euro zum FC Barcelona. Dort bildete er mit Lionel Messi und Luis Suárez das legendäre „MSN“-Trio und gewann 2015 die Champions League. 2017 folgte der abermalige Rekordtransfer zu Paris Saint-Germain für 222 Millionen Euro. In Paris wurde er zum Gesicht des Vereins, gewann fünf französische Meisterschaften, konnte aber die ersehnte Champions League nicht holen. Nach sechs Jahren in Frankreich wechselte er 2023 zu Al-Hilal nach Saudi-Arabien, wo er aufgrund von Verletzungen nur selten spielte. Im Januar 2026 kehrte er überraschend zu seinem Jugendverein Santos zurück, um sich für die WM zu empfehlen.

Neymars Karriere ist geprägt von atemberaubenden Tricks, spektakulären Toren und immer wieder von Verletzungen. Insgesamt musste er sich in seiner Profilaufbahn über 20 Verletzungen unterziehen, darunter mehrere an Fuß, Knöchel, Oberschenkel und Rücken. Die Belastung des Profifußballs und sein risikoreicher Spielstil fordern ihren Tribut. Dennoch ist Neymar für Brasilien weiterhin eine zentrale Figur – sowohl auf als auch neben dem Platz. Er ist der Kapitän, der Anführer, der Star, der die Hoffnungen einer ganzen Nation trägt.

Brasiliens WM-Kader 2026

Trainer Carlo Ancelotti nominierte 26 Spieler für die WM in den USA, Mexiko und Kanada. Neben Neymar gehören zahlreiche Topstars zum Aufgebot: Torwart Alisson (Liverpool), Verteidiger Marquinhos (PSG), Mittelfeldspieler Casemiro (Manchester United) und die Offensivkräfte Vinícius Júnior (Real Madrid), Rodrygo (Real Madrid) und Raphinha (Barcelona). Auch Youngster wie Endrick (Palmeiras) und Savinho (Girona) sind dabei. Die Seleção gilt neben Frankreich und Argentinien als einer der Topfavoriten auf den Titel. Allerdings lastet der Druck der sechsten WM-Trophäe schwer auf dem Team – Brasilien gewann zuletzt 2002 in Japan und Südkorea.

Die Vorbereitung läuft trotz der Neymar-Sorge auf Hochtouren. Am 28. Mai bestreitet Brasilien ein Testspiel gegen Ghana, danach reist das Team nach Dallas, wo das erste WM-Gruppenspiel gegen Kroatien stattfindet. Weitere Gegner in der Gruppe G sind Kamerun und Serbien. Sollte Neymar nicht rechtzeitig fit werden, müsste Ancelotti umplanen. Vinícius Júnior könnte seine Rolle auf dem linken Flügel übernehmen, während Rodrygo oder Raphinha die andere Seite besetzen. Auch eine Umstellung auf ein 4-3-3 ohne klassischen Zehner wäre denkbar. Neymar ist jedoch mehr als nur ein Spieler – er ist das Herz der Mannschaft.

Reaktionen aus dem Team

Die Mitspieler reagierten betroffen auf die neuerliche Verletzung. Kapitän Danilo (Juventus) sagte: „Neymar ist unser bester Spieler. Wir unterstützen ihn und werden für ihn kämpfen. Er soll sich keine Gedanken machen, sondern einfach gesund werden.“ Torwart Alisson ergänzte: „Wir haben genug Qualität im Kader, um auch ohne Neymar zu gewinnen. Aber natürlich wollen wir ihn dabei haben. Er ist der Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Turnier.“ Auch der junge Vinícius Júnior zeigte sich solidarisch: „Neymar ist mein Idol. Ich habe so viel von ihm gelernt. Wenn er nicht spielen kann, werde ich alles für ihn geben.“

Die brasilianische Presse berichtet unterdessen ausführlich über den Fall. Die Zeitung „O Globo“ titelt: „Neymars letzte Chance? Die Verletzung wirft Fragen auf.“ „Folha de S.Paulo“ kommentiert: „Ancelottis Risiko hat sich nicht ausgezahlt. Jetzt zeigt sich, ob Brasilien auch ohne den Superstar bestehen kann.“ Der Druck auf den Trainer wächst. Ancelotti, der erst im Sommer 2024 das Amt von Dorival Júnior übernommen hatte, steht vor seiner ersten WM mit Brasilien. Ein frühes Aus wäre eine herbe Enttäuschung – nicht zuletzt wegen der vielen Topspieler im Kader.

Neymar selbst ließ über seinen Social-Media-Kanal eine knappe Botschaft verbreiten: „Ich bin frustriert, aber ich werde alles tun, um dabei zu sein. Die WM ist mein Traum. Ich werde kämpfen.“ Ob dies gelingt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Das medizinische Team setzt auf eine Kombination aus Physiotherapie, Kältetherapie und speziellen Übungen, um die Heilung zu beschleunigen. Ein Einsatz im ersten Gruppenspiel gegen Kroatien scheint derzeit unwahrscheinlich, aber vielleicht reicht es für das zweite Spiel gegen Kamerun.

Die Geschichte von Neymar und der WM ist eine endlose Saga von Hoffnung, Glanz, Schmerz und Enttäuschung. Schon als Teenager wurde er als künftiger Weltfußballer gehandelt. Bei der WM 2014 erlebte er sein persönliches Drama, als er im Viertelfinale gegen Kolumbien brutal gefoult wurde und mit einem Wirbelbruch ausschied. Brasilien verlor ohne ihn im Halbfinale mit 1:7 gegen Deutschland – die größte Demütigung der Seleção-Geschichte. 2018 in Russland war Neymar zwar fit, aber nicht in Topform. Brasilien schied im Viertelfinale gegen Belgien aus. 2022 in Katar schmerzte ihn eine Knöchelverletzung, dennoch spielte er und erzielte im Viertelfinale gegen Kroatien ein Traumtor – dennoch verlor Brasilien im Elfmeterschießen. Jetzt, 2026, könnte es die letzte WM für den 34-Jährigen sein. Ob er noch einmal seine Klasse zeigen kann, hängt von dieser Wadenverletzung ab.

Die brasilianische Öffentlichkeit ist gespalten. Die einen sehen in Neymar den besten Spieler der Welt, der trotz aller Widrigkeiten immer wieder aufsteht. Die anderen halten ihn für überbewertet und verletzungsanfällig. Fakt ist: Neymar hat in seiner Karriere mehr als 400 Tore erzielt, unzählige Titel gewonnen und Generationen von Fußballfans begeistert. Aber der ganz große internationale Erfolg mit der Nationalmannschaft fehlt ihm – der WM-Titel. Ohne ihn wäre Brasilien immer noch das favorisierte Team, aber mit ihm haben sie eine echte Waffe. Jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen, dass die Wunde schnell heilt.

In den Trainingslagern der anderen WM-Teilnehmer wird die Nachricht mit Interesse aufgenommen. Argentinien, der Titelverteidiger, wird die Situation genau beobachten. Trainer Lionel Scaloni sagte: „Neymar ist ein Weltklassespieler. Wenn er nicht fit ist, schwächt das Brasilien, aber sie haben so viele gute Spieler, dass es immer noch schwer wird, sie zu schlagen.“ Die Konkurrenz ist gewarnt: Abgeschrieben werden darf die Seleção nie. Ob mit oder ohne Neymar – Brasilien bleibt einer der großen Favoriten.

Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Sollte Neymar bis zum Turnierbeginn wieder voll trainieren können, dürfte die Aufregung schnell vergessen sein. Sollte er jedoch länger ausfallen, müsste Ancelotti sein gesamtes Spielsystem umstellen. Eine Option wäre, den Mittelfeldspieler Lucas Paquetá (West Ham) ins offensive Zentrum zu rücken und auf den Flügeln mehr Tempo zu setzen. Auch der junge Endrick, der erst 19 Jahre alt ist, könnte seine Chance bekommen. Der Stürmer von Palmeiras gilt als eines der größten Talente des Landes und könnte in diesem Turnier zum Star werden.

Letztlich bleibt abzuwarten, wie sich die Wadenverletzung entwickelt. Neymar hat schon oft bewiesen, dass er aus Niederlagen und Schicksalsschlägen gestärkt hervorgeht. Vielleicht ist genau diese neuerliche Hürde der Ansporn, den er braucht, um noch einmal alle Zweifel zum Schweigen zu bringen. Die brasilianische Nation fiebert mit. Und die Welt des Fußballs schaut gespannt auf die Genesung des Superstars.

Brasilien hat einen tiefen Kader und ist breit aufgestellt. Doch kein Spieler ist unersetzlich – und dennoch hofft jeder, dass Neymar rechtzeitig zurückkehrt. Denn wenn er in Bestform ist, kann er Spiele im Alleingang entscheiden. Das hat er immer wieder gezeigt. Die WM 2026 wartet auf ihn – und auf sein großes Comeback.


Source: Laola1 News


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