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"Nur Drama": Die Skandale rund um die Hochzeit von Harry und Meghan

May 19, 2026  Twila Rosenbaum  9 views
"Nur Drama": Die Skandale rund um die Hochzeit von Harry und Meghan

Am 19. Mai 2018 schien die Welt stillzustehen, als Prinz Harry und Meghan Markle auf Schloss Windsor den Bund der Ehe eingingen. Millionen verfolgten die königliche Traumhochzeit live im Fernsehen, doch was die Zuschauer nicht sahen, war das Chaos hinter den prunkvollen Kulissen. Schon Wochen vor dem großen Tag eskalierte die Stimmung zwischen dem Paar und dem Rest der königlichen Familie. Spätere Enthüllungen in Büchern wie „The Palace Papers“ von Tina Brown oder „Revenge“ von Tom Bower malen ein Bild von ständigem Drama, Machtkämpfen und verletzten Gefühlen.

Der Tiara-Streit mit der Queen

Einer der ersten großen Konflikte betraf die Wahl des Kopfschmucks. Meghan, die als Schauspielerin und moderne Frau galt, hatte sich in den Kopf gesetzt, eine Tiara mit Smaragden zu tragen. Doch die persönliche Modeberaterin der verstorbenen Queen Elizabeth II., Angela Kelly, lehnte ab. Der Grund: Die Smaragde stammten ursprünglich aus Russland, was zu diplomatischen Verwicklungen hätte führen können. Laut Bower unterstützte Harry die Wünsche seiner Verlobten und stellte sich gegen die Palastmitarbeiter. Die Queen musste schließlich persönlich eingreifen und Harry „deutlich in seine Schranken weisen“. Ihre Worte, so berichtet „The Times“: „Meghan kann nicht alles haben, was sie will. Sie bekommt die Tiara, die ich ihr gebe.“ Die letztendlich getragene „Queen Mary's Diamond Bandeau“ war ein Kompromiss, blieb aber ein Symbol für die anhaltenden Spannungen.

Der Kleider-Streit mit Prinzessin Kate

Ein weiterer Vorfall sorgte für öffentliche Tränen – und widersprüchliche Darstellungen. Prinzessin Kate bestand darauf, dass die Blumenmädchen, darunter ihre Tochter Charlotte, der royalen Tradition folgend Strumpfhosen tragen sollten. Meghan war anderer Meinung. Auch die Länge des Kleides von Charlotte, damals drei Jahre alt, wurde zum Zankapfel. Kate fand es zu kurz. Meghans Assistentin Melissa Toubati und Designerin Clare Waight Keller bestätigten später, dass Meghan Kates Einwände „entschieden zurückwies“. Kate sei daraufhin in Tränen ausgebrochen, und die Presse bezeichnete Meghan als „Diva und Bridezilla“. Meghan selbst erzählte 2021 im Interview mit Oprah Winfrey eine andere Version: Sie sei diejenige gewesen, die geweint habe, und fühlte sich missverstanden. „Was schwer zu verkraften war, war, für etwas verantwortlich gemacht zu werden, das ich nicht nur nicht getan hatte, sondern das mir widerfahren war.“ Der Vorfall verdeutlichte die unterschiedlichen Erwartungen an die Rollen der Frauen im Königshaus und die mediale Aufbereitung von Konflikten.

Geheimhochzeit vor der großen Zeremonie?

Ein weiterer Skandal wurde durch das Oprah-Interview losgetreten: Meghan behauptete, sie und Harry hätten drei Tage vor der offiziellen Hochzeit bereits heimlich im Garten von Nottingham Cottage getraut – nur sie, Harry und der Erzbischof Justin Welby. Doch Welby selbst und offizielle Dokumente widersprachen. Laut BBC handelte es sich lediglich um „im privaten Rahmen ausgetauschte persönliche Gelübde“. Dennoch zeigte die Episode, wie sehr das Paar nach Autonomie und einer eigenen, von königlichen Zwängen befreiten Verbindung strebte. Die halboffizielle Darstellung blieb jedoch, dass die einzige rechtsgültige Trauung am 19. Mai auf Schloss Windsor stattfand.

Der Skandal um Meghans Vater

Den wohl größten öffentlichen Sturm entfachte jedoch Meghans Vater Thomas Markle. Ursprünglich sollte er seine Tochter zum Altar führen. Doch zwei Tage vor der Hochzeit veröffentlichte Meghan eine Erklärung: „Leider wird mein Vater nicht an unserer Hochzeit teilnehmen.“ Hintergrund war ein Skandal um inszenierte Paparazzi-Fotos, bei denen Thomas Markle selbst Regie geführt hatte, um sich als stolzer Vater darzustellen. Die „Mail on Sunday“ deckte die Inszenierung auf, was zu einem Eklat führte. Thomas Markle zog sich angeblich mit einem Herzinfarkt zurück, über den Meghan erst aus den Medien erfuhr. König Charles übernahm daraufhin die Rolle des Begleiters der Braut. Der Bruch zwischen Vater und Tochter war endgültig – bis heute haben die beiden keinen Kontakt mehr. Meghan fühlte sich von ihrem Vater verraten, während Thomas Markle in zahlreichen Interviews das Gefühl hatte, von seiner Tochter und dem Palast im Stich gelassen worden zu sein.

Weitere Hintergründe und Folgen

Die Vorfälle vor der Hochzeit waren nur der Anfang. Zwei Jahre später, im Januar 2020, gaben Harry und Meghan ihren Rückzug aus der königlichen Familie bekannt – das berüchtigte „Megxit“. Sie zogen in die USA, gründeten die Archewell-Stiftung und schlossen Millionen-Deals mit Netflix und Spotify. Die Spannungen mit dem Palast, insbesondere mit Prinz William und Kate, nahmen weiter zu. In Interviews und der Netflix-Serie „Harry & Meghan“ schilderte das Paar seine Sicht auf die Ereignisse und warf der königlichen Familie Rassismus und mangelnde Unterstützung vor. Die Hochzeit von 2018 markiert somit nicht nur einen Höhepunkt royaler Festlichkeiten, sondern auch den Beginn einer tiefen Spaltung innerhalb des Hauses Windsor.

Der Streit um die Tiara, die Tränen der Blumenmädchen und der Vater-Skandal sind bis heute Symbole für das, was Insider als „ständiges Drama“ bezeichnen. Acht Jahre später bleibt die Frage: Wäre bei mehr Verständnis und weniger Protokoll ein anderer Verlauf möglich gewesen? Die Geschichte von Harry und Meghan ist eine Mahnung, dass selbst die glitzerndsten Hochzeiten nicht vor menschlichen Konflikten gefeit sind. Die royale Familie hat aus diesen Ereignissen ihre Lehren gezogen, aber die Narben sind geblieben.


Source: GMX News News


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